CAR-T-Zelltherapie könnte HIV-Infektionen langfristig unterd

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CAR-T-Zelltherapie könnte HIV-Infektionen langfristig unterd

Beitragvon orlando3 » Sa Dez 30, 2017 9:31 pm

Los Angeles – Die CAR-T-Zelltherapie, die in den USA kürzlich zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen zugelassen wurde, könnte im Prinzip auch bei HIV-Infektionen eingesetzt werden, wie experimentelle Studien in PLOS Pathogens (2017; doi: 10.1371/journal.ppat.1006753) zeigen. Erste Ergebnisse waren auch auf der IAS-Tagung im Sommer 2017 in Paris vorgestellt worden.


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Re: CAR-T-Zelltherapie könnte HIV-Infektionen langfristig un

Beitragvon hakunamatata » Mo Jan 01, 2018 10:06 pm

CAR-T ist in der Krebsforschung zur Zeit der letzte Schrei. Damit können bei hämatologischen Krebsformen (Leukämien, Multiples Myelom) bei austherapierten Patienten komplette Remissionen erzeugt werden, die dauerhaft sind. Inzwischen sind in den USA zwei Präparate bzw. Herstellungswege zugelassen, in diesem Jahr wird Europa sicher folgen. Es handelt sich aber nicht um ein klassisches Medikament. Vielmehr werden dem Patienten Lymphozyten entnommen, die dann im Labor gentechnisch verändert werden und auf spezielle Oberflächenstrukturen der Krebszellen "geschult" werden. Vor der Re-Infusion erhalten die Patienten eine Hochdosis-Chemotherapie, um die vorhandenen Lymphozyten zu zerstören. An deren Stelle werden dann die CAR-T-Zellen infundiert. Die Ergebnisse sind zum Teil überragend gut. Allerdings gibt es eine Menge Einschränkungen:
- die Therapie ist toxisch: nach der Re-Infusion kommt es bei vielen Patienten zu heftigen Immunreaktionen, die zum Teil über 1-2 Wochen auf der Intensivstation beobachtet und behandelt werden müssen
- trotz des tollen Ansatzes verlieren ca. 50% der Patienten das "Immun-Gedächtnis", und der Tumor kommt zurück
- die Patienten gelten durch die Zufuhr von gentechnisch veränderten Immunzellen als "gentechnisch modifizierter Organismus" und müssen über lange Zeiträume von über 10 Jahren engmaschig kontrolliert werden
- Langzeitfolgen wie sekundäre Krebserkrankungen sind nicht auszuschließen - dafür sind die Daten noch zu jung
- die Behandlung ist extrem teuer: die Herstellung einer Infusion kostet derzeit mehrere Hundertausend US-Dollar

Viele der oben genannten Probleme werden sicher über die Jahre verbessert bzw. gelöst werden, aber das dauert Zeit. Eine Übertragung auf die HIV-Therapie wird entsprechend noch sehr viel länger auf sich warten. Auf Grundlage der hohen Toxizität und der enormen Therapiekosten sehe ich derzeit in CAR-T keine Alternative zur derzeitigen medikamentösen Therapie.
Infektion vermutlich 10/07
Diagnose 08/09, Therapiebeginn 09/12 mit Truvada/Isentress, ab 04/14 Stribild, ab 02/16 Genvoya
Werte 04/18: VL unter NWG, HZ 845 (45%), Ratio 2,1
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Re: CAR-T-Zelltherapie könnte HIV-Infektionen langfristig un

Beitragvon orlando3 » Mi Jan 03, 2018 8:55 pm

klingt gruselig
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