Prävention & Wissen Resistenzen Wenn die HIV-Medikamente ver

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Prävention & Wissen Resistenzen Wenn die HIV-Medikamente ver

Beitragvon orlando3 » Mo Mai 22, 2017 10:18 am

https://magazin.hiv/2017/05/20/wenn-die ... -versagen/

Resistenzen sind eine Herausforderung für die Medizin und auch in puncto HIV ein Thema – bei der Behandlung wie auch bei der PrEP. Wir sprachen mit dem Virologen Martin Obermeier über die wichtigsten Fragen.


Das HIV-Medikament Truvada – ein Kombinationspräparat mit den Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitabin – kommt seit einiger Zeit auch zur Vorbeugung einer HIV-Infektion, als sogenannte Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP), zum Einsatz. Die Wirkstoffe hindern in dem Fall das Virus daran, sich überhaupt erst im Körper einzunisten.

Bisher sind drei Fälle bekannt, bei denen es trotz vorschriftsmäßig eingenommener PrEP zu einer HIV-Infektion gekommen ist – bei zweien offenbar, weil das übertragene Virus bereits gegen Tenofovir resistent war.


Truvada kommt mittlerweile nicht nur bei der HIV-Behandlung, sondern auch bei der PrEP und bei der PEP, der Post-Expositions-Prophylaxe, zum Einsatz. Birgt die breite Verwendung nicht auch Gefahren?

Therapie-Monokulturen sind tatsächlich immer problematisch. Ein trauriges Beispiel aus der Bakteriologie sind Harnwegsinfekte. Diese wurden über lange Zeit fast ausschließlich mit dem Antibiotikum Ciprofloxacin behandelt, mit der Folge, dass bald 80 Prozent aller Harnwegserreger dagegen resistent waren. Man hat sich da eine Therapie selbst kaputt gemacht. Gonokokken werden aus demselben Grund nicht mehr allein mit der Antibiotika-Gruppe der Cephalosporine behandelt, sondern man ist mit den neuen Leitlinien zu einer Kombinationstherapie übergegangen.

Auch bei HIV haben wir die Folgen solcher Therapie-Monokulturen sehen können. In Großbritannien etwa wurde bei der Erstlinientherapie mit Atripla behandelt, und es kam dadurch verstärkt zu Resistenzen.


Die PrEP ist also beispielsweise etwas für Männer, die häufiger ungeschützten Sex mit verschiedenen Männern haben?

Sollte die PrEP in einer geeigneten Form vom Gesundheitssystem zur Verfügung gestellt werden, ja. Es macht keinen Sinn, dass die PrEP nicht bezahlt wird und die Leute die Medikamente deshalb übers Internet beziehen. Das ist nicht zielführend. Angesichts der stagnierenden und keineswegs sinkenden HIV-Neuinfektionszahlen brauchen wir neue Präventionsstrategien, und hierfür ist die PrEP ein wichtiger Baustein. Doch wenn wir die PrEP nicht in der Gesamtprävention berücksichtigen, machen wir uns dieses wichtige Präventionsinstrument womöglich über kurz oder lang kaputt.


Lg orlando

P.S.: ich bin sehr skeptisch,ob die krankenkassen,jemals die kosten f. eine PreP übernehmen--->sie zahlen ja schliesslich auch nicht für kondome.
sicher ist dann nur einer minderheit eine PreP zugänglich,denn wer hat schon 800.-/Monat zur verfügung ,zwecks verhütung.(ok,ich weiss es gibt auch einige,die nehmen die PreP nur am WE,wenn ein sexdate ansteht.
und nur z.B.:frauen müssen für die kosten der antibabypille ja auch selbst aufkommen.
von daher sehe ich nicht,dass die KK da umdenken werden.

Eine PreP,die nicht schon jetzt bestandteil einer HIV-Medikation ist bzw. nicht selbst gg. HIV wirkt,sondern nur die einniestung des virus verhindert,wäre da ein grosser vorteil und sicher geeigneter und es käme zu keinen resitenzen.

eine menge arbeit ist auch hier noch nötig.
pos seit mind. ende 84,med´s seit 04/07
7/10 342 23,6 % < NW
6/11 167 19 % <NW
3/12 185 21% <NW
10/12 433 26% <NW
2/13 262 26% <NW
12/13 355 24% <NW
seit 6.2. Truvada/Tivicay
3/14 499 27% <N
10/14 330 23 % <NW
2/15 440 23%. < NW
seit 5 monaten auf descovy/isentress (1/tgl)
12/16 888 30% < NW
Ggt,got,gpt gut
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